Schwarzwald–Schwäbische Alb–Allgäu–Weg („HW5“)

12. Etappe:
Mattenhaus – Bad Wurzach

Checkliste

Länge19,3 km
rauf & runter↑ 260 m, ↓ 220 m
Ansprucheher gemütlich
Anfahrt?
AbreiseBusanbindung vorhanden
ÜbernachtenGasthof Hotel Adler oder Kurhotel am Reischberg
Futternix – Tag vorher vorsorgen
GPS & mehrhttp://www.gpxtour.com/de/tour/270/

Wandernotizen

05.06.2014: Heute verlasse ich den Jakobsweg, und werde wieder einfacher Fernwanderer. Mein Weg führt mich in ein bezauberndes, aber irgend wie auch merkwürdiges Waldgebiet; Sowohl meine Karte, als auch mein GPS Track stimmen hier so gar nicht mit den tatsächlichen Gegebenheiten überein. Und so wird heute fleißig für OpenStreetMap gemappt. Morgen Abend werde ich entsetzt feststellen, dass meine gesammte heutige Aufzeichnung von mir versehentlich gelöscht worden sein muss – sehr ärgerlich das. Doch davon ahne ich noch nichts, und genieße einen absolut herrlichen Tag. Es geht hinauf zu St. Sebastian, und von dort aus weiter zur Grabener Höhe. Hier ist ein erster ferner Blick hinüber zu den Alpen möglich. Eine Jugendgruppe dort lässt mich jedoch rasch weiter ziehen, und es folgt der Blick hinab auf das Wurzacher Ried; Von oben sieht das recht trostlos aus – ich erwarte monotonen Sumpf und Gestrüpp. Da niemand gerne als Moorleiche enden mag, führt mein Weg mich nicht mitten durch, sondern in einem großen Bogen südöstlich an diesem Gebiet entlang. Nach endlosen Feldern gelange ich zu den Haidgauer Quellseen mit seiner hölzernen Beobachtungsplattform. Wow, was für ein Flecken Erde! Und auch die Riedlandschaft selbst ist absolut beeindruckend – gar nicht so wie ich es nach dem Blick von der Anhöhe erwartet hätte: Da ist sehr viel mehr Grün dabei, viel mehr Wachstum und viel weniger Gestrüpp. Die Wege hier sind herrlich abwechslungsreich: Brücken, Holzstege, Riedwald, Riedwiesen usw. – ein derartig vielfältiges Landschaftsbild hatte ich nicht erwartet. Und auch Spuren eines Bibers konnte ich entdecken. Ich vernehme ein näherkommendes Motorengeräusch, und entdecke die Torfbahn; Diese sollte laut Fahrplan heute doch gar nicht fahren? Und eine alte Dame versucht sich am Darwin Award beim Blumen pflücken abseits des Holzsteges. Blöder Naturschutz, wo die tollen Blumen doch mitten im Sumpf stehen! Es geht nach Bad Wurzach hinein, das sich als nettes Städtchen mit vielen Gelegenheiten zum draußen sitzen mit Urlaubsflair präsentiert. Ich wähle die Eisdiele, und besichtige noch die Außenanlage des Schlosses. Und als ich auch noch meinen Zimmerschlüssel in der Hand halte wird mir klar: Den HW5 werde ich nun sicher beenden können; Ich habe es geschafft diesen Weg so einzuteilen, dass er machbar ist, und mit Glück auch stets ein Zimmer bekommen. Mein Hotel ist zwar kulinarisch noch kein Feiler, aber diese LandZunge Betriebe nehme ich fortan als Garant für Top regionales Essen (das gestrige Hotel trug ebenfalls das LandZunge Gütesiegel). Essen zum glücklich sein. Mein Wein heute ist zwar etwas teuer als bei offenem Ausschank üblich, aber von einer Qualität, wie ich sie vermutlich noch nie als einzelnes Glas erhalten habe. Wow! Welch schöner Tag. Welch toller Planet.

Highlights

Bilder

Unterwegs auf Etappe 12 Unterwegs auf Etappe 12 Etappe 12: gelber Fingerhut Etappe 12: Haidgauer Quellseen Etappe 12: Wurzacher Ried Etappe 12: Wurzacher Ried Etappe 12: Riedsee (Bad Wurzach) Etappe 12: Schloss Bad Wurzach


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