Schwarzwald–Schwäbische Alb–Allgäu–Weg („HW5“)

11. Etappe:
Steinhausen – Mattenhaus

Checkliste

Länge18,5 km
rauf & runter↑ 250 m, ↓ 240 m
Anspruchundramatisch, aber vorhanden
AnfahrtBusanbindung vorhanden
Abreise?
ÜbernachtenHotel Landgasthof Kreuz
Futternach 7 Kilometer gibt es eine Bäckerei
GPS & mehrhttp://www.gpxtour.com/de/tour/269/

Wandernotizen

04.06.2014: Eine Frage bleibt heute omnipräsent: Ob man den Jakobsweg wandere. Ich verneine stets, der Hauptwanderweg 5 sei statt dessen mein Weg. Doch tatsächlich stellte sich diese Etappe als nahezu 100% Jakobsweg heraus. Und so wird auf dieser Etappe aus einem Fernwanderer für einen Tag ein wahrer Pilger. Das verstehen hier die Leut! Futter für diese (und auch die morgige) Etappe hatte ich bereits vorgesorgt, denn bis Bad Wurzach soll es nichts geben. Die Natur zeigt sich unterwegs von ihrer besten Seite, sanfte Hügel, Felder, Wiesen und Wälder geben sich die Hand. Immer wieder auch schöne Blicke in die Ferne. Nur die Photos werden das leider kaum zu transportieren vermögen. Selbst das Wetter spielt mit – der Wetterbericht hat mich anderes erwarten lassen: Regen und kühl sollte es sein, dagegen erlebe ich knackige Sonnenlöcher. Mein neuer Hut bleibt heute Dauergast auf meinem Kopf. Und noch zwei Dinge sind anders als erwartet: Es ist erheblich bergiger als mir das DEM versicherte, und in Winterstettenstadt gibt es tatsächlich eine Bäckerei. Da ich aber mein Proviant bereits habe, mache ich mich auf zur Ruine Schenkenburg. Diese ist zwar nicht spektakulär, aber einen kurzen Abstecher wert. Die dortigen Sitzgelegenheiten sind nicht sehr einladend, und so beginnt meine Suche nach einem geeigneten Rastplatz – doch Bank um Bank: Entweder mit Brennesseln überwuchert, von Gestrüpp gefressen oder dem Verfall nahe, ich finde keinen geeigneten Pausenplatz. So muss eben eine Wiese herhalten. Und kaum setze ich meine Wanderung wieder fort, kommt die perfekte Bank. Unterwegs fällt mir auf, dass dies hier wahrlich nicht mehr die Schwäbische Alb sein kann, dass ich dem Allgäu näher komme. Und im Hotel angekommen bemerke ich: Draußen fängt es nun an zu regnen, und 18 Kilometer sind irgend wie doch genug läuft man mehrere Tage hintereinander. Mein Zimmer ist einfach, aber okay. Und da noch Zeit ist, genieße ich im Restaurant noch ein Stück leckeren Apfelstrudel (der scheint in dieser Region die Maultasche abgelöst zu haben). Dazu gibt es eine Kugel Vanilleis mit frischen Pfefferminzblättern, herrlich. Und beim absolut exzellenten 3 Gänge Abendessen bekomme ich noch Gesellschaft zum plaudern – was will man mehr? Nun, da wäre etwas weniger Risikobereitschaft bei der Weinauswahl zu nennen: Ich habe mal wieder riskiert einen Spätburgunder einer (relativ regionalen) Vereinigung zu kosten. Künftig lieber wieder Weine von richtigen Winzern, die hinter ihrem Produkt stehen. Ein langer und schöner Tag geht zu Ende.

Highlights

Bilder

Unterwegs auf Etappe 11 Etappe 11: für heute ein Jakobspilger Unterwegs auf Etappe 11 Etappe 11: in Ruine Schenkenburg Unterwegs auf Etappe 11 Unterwegs auf Etappe 11 Etappe 11: Ausblick kurz vor Mattenhaus


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